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Hohenems / Humanitäre Verantwortung


Hohenems greift eine Anregung des Gemeindeverbands auf und richtet ein Koordinationsteam in Flüchtlingsfragen ein.
Der Gemeindeverband hat anlässlich eines „Asylgipfels“ beim Landeshauptmann zu einem Schulterschluss zwischen Kirche, Land und Gemeinden aufgerufen.
Die Stadt Hohenems ist seit längerem in die Bemühungen eingebunden, Unterbringungsmöglichkeiten für Asylwerber/innen und anerkannte Flüchtlinge zu schaffen. Um den wachsenden Anforderungen und Erwartungen gerecht zu werden und entsprechend schnell reagieren zu können, wurde nun eine Koordinationsstelle eingerichtet, die diese Aktivitäten unter Einbeziehung der unterschiedlichen öffentlichen Stellen, Organisationen und der Bevölkerung abstimmt und bearbeitet. Hohenems stellt sich damit seiner humanitären Verantwortung. Die Stadtverwaltung will zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern einen Beitrag dafür leisten, dass es weiterhin gelingt, Asylsuchende menschenwürdig unterzubringen, zu versorgen und in unser Gemeinwesen zu integrieren.
Als Ansprechstelle in der Stadtverwaltung fungiert vorerst der Bürgerservice unter Leitung von DSA Egon Berchtold. Im Koordinationsteam vertreten sind weiters die Referate für Integration und Kommunikation. In die anstehende Arbeit zur Unterbringung und Integration von Asylwerber/innen und anerkannten Flüchtlingen sollen aber auch verschiedene Vereine und Organisationen sowie engagierte Einzelpersonen aus der Bevölkerung einbezogen werden. Interessierte können sich im Bürgerservice, Tel. 05576/7101-1222 oder E-Mail egon.berchtold@hohenems.at melden.
Die Stadt Hohenems beteiligt sich an der Suche nach Möglichkeiten einer kurzfristigen Notunterbringung für neuankommende Asylwerber/innen, aber auch nach mittelfristigem Wohnraum für Asylwerber/innen in der Grundversorgung. Um die konkreten Klärungen kümmern sich dann Mitarbeiter/innen der Landesregierung. Die Betreuung während der Grundversorgung übernimmt in bewährter Weise die Caritas. Es geht aber nicht nur um die unmittelbare Versorgung, sondern auch um Integrationsmaßnahmen. Hier will die Stadt unterstützen, informieren und Ehrenamtliche koordinieren.

Kurz- und mittelfristige Lösungen

Seitens des Landes und der Caritas werden landesweit Standorte gesucht, in denen ähnlich, wie dies bereits im Dornbirner Messegelände geschieht, Flüchtlinge während der ersten Wochen Unterkunft und Betreuung erhalten. Als zweite Stufe werden ungenutzte Gebäude und Hallen gesucht, die für eine mittelfristige Unterbringung geeignet sein können. Sie sollen mit wenig baulichem Aufwand adaptiert werden. Weiters wird aktiv auf Wohnungsbesitzer/innen zugegangen, um diese zur Vermietung ihrer leerstehenden Räumlichkeiten zu motivieren. Als Mieterin soll dann in der Regel die Caritas auftreten. Weiterhin untersucht werden auch Standorte für ihre Eignung zur Errichtung von modularen Wohneinheiten in Holzbau-Fertigteil-Bauweise.

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