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Das Erich Kästner Lesebuch


Bezeichnend übrigens für den Geisteszustand der hier besonders zuständigen "hohen" Literaturwissenschaft ist es, dass sie von dem Künstler Erich Kästner noch keine Notiz genommen hat.
Es ist natürlich leichter, über das Mythologische bei Hölderlin oder die etymologischen Bezüge der Duineser Elegien zu schreiben, als mit heißem Herzen den Kampf zu verfolgen, den Erich Kästner und einige andere "Literaten" der Weimarer Republik um eine deutsche realistische Literatur geführt haben, eine Literatur, die die unselige deutsche Unterscheidung zwischen Dichter und Schriftsteller aufhebt, eine Literatur, die so würdelos ist, Humor zu haben, eine Literatur, in der Telephone, Wasserklosetts, Autos und Untergrundbahnen nicht nur vorkommen, sondern auch ohne alle metaphorische Kunst der Umschreibung so genannt werden, eine Literatur, die keine andere Form kennt als die Form der Wahrheit, eine Literatur, die, mit einem Wort, lesbar ist. Alfred Andersch

Das Zeitgemäße konnte nicht zeitloser gesagt werden. Hermann Hesse

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