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Berlin Alexanderplatz


Von Alfred Döblin

"Berlin Alexanderplatz" gilt als der erste deutsche Großstadtroman und steht in der Literaturgeschichte aus inhaltlicher Sicht neben James Joyces "Ulysses" und John Dos Passos´ "Manhattan Transfer".
Döblin erzählt die Geschichte des ehemaligen Transportarbeiters Franz Biberkopf, der 1928 aus dem Gefängnis entlassen wird, wo er eine Haftstrafe wegen eher versehentlichen Totschlags seiner früheren Lebensgefährtin verbüßte.

"Biberkopf hat geschworen, er will anständig sein, und ihr habt gesehen, wie er wochenlang anständig ist, aber das war gewissermaßen nur eine Gnadenfrist. Das Leben findet das auf die Dauer zu fein und stellt ihm hinterlistig ein Bein."
"Berlin Alexanderplatz" erscheint als ein beeindruckendes Abbild des Berlins der 20er Jahre. Durch den Einsatz der Berliner Mundart, die sich zuweilen sehr witzig liest, gewinnt dieses Epos an Authenzität. Auch in der sprachlichen und kompositorischen Gestaltung hat sich Alfred Döblin sehr kreativ gezeigt. Er arbeitet mit wiederkehrenden, leicht variierenden Motiven, benutzt zwischendurch die Reimform, wenn es ihm passend erscheint, verleiht seinem Werk Intensität durch schwere Metaphern, wie z.B. der Schilderung des Schlachthofgeschehens.

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