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Das älteste Jugendhaus Vorarlbergs soll abgerissen werden!


Das 1905 erbaute Graf Hugo in Feldkirch wurde von der Stadt an die Arbeiterkammer verkauft und wird bald der Einfahrt ihrer Tiefgarage weichen.

Liebe Leute, bitte unterschreibt: Graf Hugo bleibt! - Für den Erhalt des Graf Hugo in Feldkirch!



Das Graf Hugo ist ein über 100 Jahre altes Jugendstil-Gebäude,in dem sich das älteste Jugendhaus des Landes befindet. Seit etwa 1976. Ursprünglich eine Villa von reicheren Leuten, diente es nachher als Lazarett, Hauswirtschaftsschule,Sonderschule, sowie als Sprachheilheim von Maria Summer, bis die Offene Jugendarbeit einzog. Das Graf Hugo war also schon immer sozialen Zwecken gewidmet. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, ist sogar im Dehio - Kunstführer von 1983 als Kulturdenkmal angeführt. Das Gebäude liegt sehr zentral und doch nicht so richtig im Wohngebiet, also ideal für den Jugendhaus-Betrieb. Schon Generationen von Jugendlichen sind hier ein und ausgegangen, die Jugendarbeit ist natürlich gewachsen. Bands wurden schon seit dem Anfang mit Proberäumen unterstützt. In den letzten Jahren machte sich das Graf Hugo als Veranstalter für Konzerte der alternativen Musikszene, ähnlich wie früher das Konki in Hohenems oder das Schlachthaus einen Namen. Der gewölbte Keller eignet sich sehr gut dazu.Die Kulturarbeit ist eine Schiene, in der nicht nur die Jugendlichen sondern auch alle anderen Altersgruppen angesprochen werden.

Das alles soll einer Tiefgaragen-Einfahrt zum Opfer fallen, die die Arbeiterkammer nicht unbedingt braucht. 2006 war schon bekannt, dass die Stadt Feldkirch das Gebäude der Arbeiterkammer verkaufen will. Es bildete sich daraufhin eine Arbeitsgruppe zu einem neuen Jugendhaus. Diese Initiative wurde gestoppt, nachdem die Stadt Feldkirch uns mitgeteilt hatte, dass die AK das Gebäude nicht mehr braucht und eine Rückabwicklung des Vertrages wahrscheinlich wäre. So waren alle der Meinung, dass das Gebäude
stehenbleibt. Aber 2015 wurde der Abriss wieder aktuell unter dem Vorwand, dass das Haus baufällig und sanierungsbedürftig ist und auch nicht im geringsten barrierefrei für Behinderte ist. Fakt ist, dass schon seit Jahren an die Verantwortlichen der Stadt das Problem herangetragen wurde, eine Rollstuhlrampe zu errichten, aber geschehen ist nie etwas, wir haben selber eine notdürftige gebaut, die aber den Sicherheitsvorschriften nicht entspricht, aber doch ihren Dienst tut. 

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