Werte Hohenemser Kulturschaffende!



                                                                                              Hohenems, am 13. Januar 2016


Betreff: Jahresrückblick und Dankeschön!

Ein Jahr voller Umbrüche und Veränderungen ging zu Ende. Für mich war dies ein außerordentlich spannendes und bereicherndes Jahr, dank Ihnen! Ich durfte in diesem Jahr durch Ihre Arbeit sehr vielfältige und außerordentlich positive kulturelle Eindrücke gewinnen. Sie haben mir anfangs Zeit zur Einarbeitung gelassen, mich aber trotzdem schon auf Ihre Veranstaltungen eingeladen und mich von Anfang an offen und positiv im Kreis der Kulturschaffenden aufgenommen. Dafür möchte ich mich von Herzen bei Ihnen bedanken! Ich weiß Ihr Vertrauen zu schätzen, bin dankbar für viele Ideen, positiven Rückmeldungen und Anstöße und für die vielen neuen Bekanntschaften, die entstehen durften.


Im vergangenen Jahr wurde die Hohenemser Kulturlandschaft weiter gefestigt, auf bewährtem Wege ausgebaut und dennoch bereits einige „typisch weibliche“, aber auch neue, junge Akzente meinerseits in Hohenems gesetzt, was mir ohne Ihre Unterstützung nicht möglich gewesen wäre. Der Betonporsche, ein international bekanntes Kunstwerk von Gottfried Bechtold, ziert nun den Hohenemser Kreisverkehr zu dem in Bregenz zusätzlich ein Verweis nach Hohenems in der Fußgängerzone angebracht wurde! Das Jüdische Museum hat die Möglichkeit erhalten sich (räumlich und personell) zu erweitern. Die Chor- und Orgeltage, die Rütner Chorgemeinschaft, die Schubertiade und Arpeggione durften Jubiläen feiern. Einige von Ihnen besuchten mit der Hohenemser Delegation unsere Partnerstadt Policka zum 750jährigen Bestehen. Ein besonderer Blickwinkel tat sich am Schlossberg auf mit spektakulärem Abtransport am Schluss. Die Schubertiade lockte wieder viele internationale Gäste nach Hohenems. Homunculus, die Emsiana und der Otten Kunstraum trumpften auf, die Kultur im Löwen hat sich hervorragend etabliert. Die Ruine Altems wurde weiter restauriert. Diverse Buchpräsentationen und -lesungen fanden unter anderem in der Bücherei statt, dort ebenso eine tolle Lange Nacht der Bücherei, die very british ausfiel. Die Lange Nacht der Museen brachte den Hohenemser Museen wieder außerordentlich gute Besucherzahlen, was deren hervorragende Arbeit wiederspiegelt. Vorträge, Bücher und Veranstaltungen des Kulturkreises erweiterten unser Wissen. Ghörig (g)hörts fand erneut statt, im Sommer hatten einige Bock auf Kunst, die verschiedenen Chöre und Kirchenchöre führten viele Konzerte und Messen durch. Die Bürgermusik ist und bleibt besonders aktiv, das Alte Zeiten Museum ist im Werden und macht immense Fortschritte. All ́s Dialekt fand mit Hilfe von Dr. Knaller über emserische kruthobelnde Luschnourengel zu Dingsda und interkulturell war es so oder so ein bereicherndes Jahr mit den Ausstellungen „Heimat“ und „Weggehen und Ankommen“, den Flüchtlingsbegrüßungsfesten und anderen Veranstaltungen, die in Ems für interkulturelle Verbindungen sorgen. Dies soll nur ein Auszug sein, der Ihnen mein Jahr ein kleines bisschen wiederspiegeln soll, keinesfalls ist dies eine vollständige Aufzählung aller Veranstaltungen, Events und Institutionen (und ich bitte hier für mögliche Lücken um Entschuldigung)...


Ein besonderes Anliegen wäre es mir für die Zukunft, die Hohenemser Kultur noch mehr für die SchülerInnen zu öffnen. Auch hier zeigten sich im Jahr 2015 erste Ansätze, so erfolgte als Beispiel meinerseits eine erste Kontaktaufnahme für einen Verein zur Tourismusschule Bludenz, um eventuell ein Schülerprojekt ins Leben zu rufen. Für Ghörig (g)hörts fand durch mich eine Vernetzung zur Showgruppe von Move4Style statt, um Synergien zu schaffen. Die Bürgermusik erhielt durch meinen Einsatz eine erweiterte Förderung für den Jugendkapellmeister, als spezielles Zeichen der Wertschätzung der Jugendarbeit, um nur ein paar Auszüge meiner Arbeit zu erwähnen.


Diesen Weg, sprich den Kontakt zu SchülerInnen und Jugendlichen, möchte ich im kommenden Jahr als Bildungsstadträtin konsequent weiter verfolgen, indem ich Möglichkeiten und Ideen prüfen möchte, wie die Hohenemser Kultur mehr zu den Hohenemser SchülerInnen gelangen kann und wie die Hohenemser SchülerInnen verstärkt zur Kultur kommen. Dazu möchte ich bei Gelegenheit mit einzelnen von Ihnen Kontakt aufnehmen, bin auch jederzeit für Ideen Ihrerseits offen!


Für Ihre Arbeit wurde eine grundsätzliche Basis für das Jahr 2016 durch Sicherstellung der Förderungen geschaffen. Der Antrag für eine Ausstellung im Herbst 2016 zum 400-Jahr-Jubiläum des Buchdrucks in Vorarlberg und der Emser Chronik wurde in der Stadtvertretung mehrheitlich beschlossen. Dabei soll ebenfalls ein spezielles Augenmerk auf die SchülerInnen und auf die Lokalität geworfen werden. Die Grundgestaltung der Ausstellung wurde bereits von Norbert Schnetzer, Roland Stecher, Martin Hölblinger und mir erarbeitet. Bezüglich der anzustrebenden 50 % der Ausgaben, die durch Förderungen und Sponsoring gedeckt sein sollten, ist die Stadt gut unterwegs. Es sind aktuell 23.100,-- Euro zugesagt (ca. 40 % der geplanten Ausgaben), zudem durch ein Unternehmen ein Sachkostenbeitrag. Auch die Lokalität (Marktstraße 3 – zentral gelegen, mit großem Schaufenster) ist so gut wie fixiert. Derzeit wird seitens der Stadt der Mietvertrag ausgehandelt, wir dürfen uns auf eine tolle Ausstellung freuen!


Das Jahr 2016 wird ein spannendes Kulturjahr werden, dank Ihrer Arbeit auf jeden Fall aber mit der hohen Qualität, welche die HohenemserInnen mittlerweile gewohnt sind! Es stehen einige Jubiläen an, auf die wir uns jetzt schon freuen dürfen!


Für mich als Stadträtin heißt es jedoch von der Kultur Abschied zu nehmen, da unser neuer Bürgermeister Dieter Egger das Ressort in Händen seiner eigenen Liste besser aufgehoben sieht. Mir persönlich tut dies leid, ich habe die Arbeit mit Ihnen und für Sie sehr gerne und voller Einsatz gemacht. Nichts desto trotz würde ich mich über weitere Einladungen Ihrerseits freuen und bleibe für Sie natürlich als Ansprechpartnerin der Emsigen & Grünen für kulturelle Belange bestehen. Ich möchte Ihnen somit für das Jahr 2016 vor allem Gesundheit, aber auch weiterhin so viel Kreativität, Enthusiasmus, Spaß und Freude an Ihrer Arbeit wünschen und bedanke mich recht herzlich für Ihren Einsatz für Hohenems und Ihre Offenheit mir gegenüber im vergangenen Jahr!


Ein Prosit auf die Kultur in Hohenems!
Mit freundlichen Grüßen 

eh. StR. Mag. Patricia Tschallener

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